Am 25. und 26. September 2025 fand an der Universität Ljubljana die Ljubljana Sanctions Conference statt – organisiert von Maruša Veber (Universität Ljubljana), Peter Van Elsuwege (Universität Ghent), Celia Challet und Marko Svicevic. Die Teilnehmenden aus Forschung, Politik und Wirtschaft erörterten an den beiden Konferenztagen ein breites Spektrum aktueller Fragen aus der europäischen und internationalen Sanktionspraxis. Die thematischen Schwerpunkte bildeten dabei die Sanktionen der EU infolge des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine und die Zukunft der Sanktionsregime der Vereinten Nationen.
Mein Vortrag im Panel „Sanctions and Human Rights“ mit dem Titel „New Developments in UN Sanctions: From Intergovermentalism to Intependent Review?“ bildete den Abschluss des ersten Konferenztages. In dem Beitrag analysierte ich das Mandat des Focal Point for Delisting, welches durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in Resolution 2744 (2024) grundlegend reformiert wurde, und kontrastierte es mit der Funktionsweise der Ombudsperson des 1267-Sanktionskomitees. Das Fazit: Das neue Mandat ist ein bedeutsamer Meilenstein, stellt bestenfalls aber nur den Beginn eines weitergehenden Reformprozesses dar. Gerade der Kontrast zwischen den erkennbaren Defiziten des Verfahrens und seinem künftigen Entwicklungspotenzial beschäftigte das Publikum in der anschließenden Diskussion.

